Matterhornbesteigung

vom 29.09.- 02.10.2008

Das kleine Team besteht aus Andreas Drechsler (Klexel),

Michael Strenzke ( Michele ) und Toralf Dörre.

Wir wählten zuletzt doch die Normalroute Hörnligrat.

 

Freitag 20 Uhr von Leipzig über Kandersteg nach Randa (Zeltplatz).

Von 7 bis 10 Uhr ist erst mal Schlafen angesagt.

Danach geht es mit dem Zug nach Zermatt.

 

Von dort steigen wir Richtung Schwarzsee auf.    

Unser erstes Lager schlagen wir etwas höher als das Hotel Schwarzsee auf.

Nur zum Wasser müssen wir rund 150 m absteigen.

Trotzdem ist der Platz erste Klasse. (viel Sonne und gutes Panorama)

Sonntag Nachmittag beziehen wir Quartier im Winterraum der Hörnlihütte.  

Dort beschäftigen wir uns mit Essen und Trinken.  

Montag 5.30 Uhr greifen wir an.

Geplant ist ein Tag. Sicherheitshalber nehmen wir aber noch den Schlafsack,

 Brennstoff und Essen für zwei Tage mit.

Der Aufstieg im ständig steilen Gelände dauert.  

Wir sichern nur zweimal.

Alles überflüssige Gepäck lassen wir in der Solvay Hütte zurück.

 

Trotzdem erreichen wir den Firngrat erst gegen 15 Uhr.  

Hier ist mir schweinekalt und selbst die Bewegung bringt keine Wärme mehr.  

 15.30 Uhr

der Gipfel ist erreicht.  

Ich habe Freudentränen in den Augen.  

Ich bedauere alle, die so ein Gefühl niemals in ihrem Leben hatten.  

Ich frage mich immer, warum man sich auf so eine Schinderei einlässt?  

Es ist dieser kurze Moment des absoluten Glücks!!  

Diesen Moment kann man nicht kaufen -   

 er lässt sich nur hart erarbeiten.  

   

 

16 Uhr. Die Zeit wird knapp.

Die körperlichen Reserven gehen zu Ende.

Wir haben zum Glück die Vorräte im Notbiwak !

19 Uhr.  Wir haben zu essen und zu trinken und einen warmen Schlafsack.      

Nur die 5 Spanier in der Hütte nicht. Sie haben aber eine technische Ausrüstung,  

die keine Wünsche offen lässt.                                                                             

An diesem Berg ist Kondition gefragt und nicht das teuerste Kletterzeug.         

Die Spanier bieten uns lecker Käse an und wir kochen Ihnen einen Topf Tee.  

Die Verständigung ist ohne zu verstehen gut.                                                   

Dienstag kommen wir gegen 12 Uhr los.

Tee kochen, Essen kochen, Tee kochen, Tee kochen das dauert.

Auch der Abstieg braucht noch 3 Stunden.

Wir machen aber auch kein Stress.

Alle gesund und munter!  

Jetzt sollte man sich erst beglückwünschen.  

Das Wetter schlägt um. Abstieg von der Hörnli-Hütte nach Zermatt.

Was soll ich sagen ?                                        

Ich danke meinen Freunden Andreas und Michael für diese klasse Leistung.  

Fazit: Es war "nur" der Hörnligrat aber eine hochalpine Schwierigkeit 3.  

4'478m bekommt man nicht geschenkt. Wir waren auch etwas langsam.  

Wir waren aber oben, und das zählt !!